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Umsetzung von Mobility as a Service in Österreich

25.11.2019

Mobility as a Service als ein neues Mobilitätsmodell hat das Potenzial, die Art und Weise wie wir uns in Zukunft fortbewegen werden, maßgeblich zu verändern. Im Konzept „Mobility as a Service made in Austria“ (MaaS miA) wurden Handlungsempfehlungen für die Umsetzung von MaaS in Österreich erarbeitet.

Das Grundprinzip von MaaS ist die Verknüpfung verschiedenster Verkehrsangebote, um einen umfassenden, integrierten und serviceorientierten Mobilitätsdienst zu erhalten und gleichzeitig als Basis für neue Dienstleistungen zu fungieren. Dadurch wird die Abhängigkeit von einzelnen Verkehrsmodalitäten reduziert, sodass NutzerInnen eine nahtlose und flexiblere Mobilität ermöglicht wird. Es gibt unterschiedliche Integrationsstufen von MaaS, die unterschiedliche Anforderungen an das bestehende Verkehrssystem und seine AkteurInnen stellen. Beispielsweise gilt es zwischen der Verknüpfung von Informationen (Fahrplaninformationen, Preisauskünfte) verschiedener Verkehrsangebote und der Verknüpfung der Verkehrsdienste an sich zu unterscheiden. Zudem haben die MaaS-Stufen unterschiedliche Auswirkungen auf den Nutzen für die Nachfragenden. Diese jeweiligen Eigenschaften und Auswirkungen werden durch die sogenannten „Readiness-Level“ beschrieben, die im MaaS miA-Konzept angeführt sind. Die Festlegung der Level dient der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses für die Umsetzung von MaaS in unterschiedlichen Integrationsstufen.

 

Die MaaS miA-Readiness-Level

Level 0 beschreibt den Ist-Stand. Es bestehen keine Verknüpfungen zwischen den Informationen einzelner Verkehrsanbieter. NutzerInnen erwerben selbst ihre Tickets für die Fahrt.

Level 1a beschreibt eine wegekettenorientierte Verknüpfung von Informationen der vorhandenen öffentlichen Mobilitätsdienste. Fahrplan- und Tarifinformationen der integrierten öffentlichen Linien sind ersichtlich. Das bedeutet, NutzerInnen können eine Fahrt, die sich auf mehrere Linien aufteilt, durchgängig planen. Ein Beispiel für dieses System ist die Plattform qando. Der Ticketkauf erfolgt nach wie vor durch die NutzerInnen bei den einzelnen Verkehrsanbietern.

Im Level 1b sind zusätzlich zu den Informationen von öffentlichen Angeboten auch die Informationen von privaten Mobilitätsangeboten verknüpft. Beispielsweise sind Standorte von Fahrzeugen der Car-Sharing-Dienste ersichtlich, sowie die entsprechenden Tarife. Der Erwerb der Tickets beziehungsweise der Nutzungsberechtigungen für private Dienste wie Car-Sharing erfolgt durch die NutzerInnen bei den jeweiligen AnbieterInnen.

Ab Level 2 ist die Buchungs- und Bezahlungsfunktion der Angebote in das MaaS-System integriert. MaaS-Anbieter sind in der Lage, aus den zur Verfügung stehenden Verkehrsmodalitäten intermodale Mobilitätsangebote zusammenzustellen. Für die NutzerInnen ist es somit möglich, einen Mobilitätsservice vom gewünschten Start- bis zum Zielpunkt mit einem einzigen Ticket über die Plattform zu buchen und zu bezahlen. Die Abrechnung für die jeweiligen Verkehrsanbieter erfolgt durch die MaaS-Dienstleister.

MaaS miA-Level 3 beschreibt den Schritt vom reinen Anbieten von Mobilität hin zu einer gesamtheitlichen Lösung, inklusive der steuernden Einbeziehung gesellschafts- und umweltpolitischer Aspekte. Dieses Level eröffnet für die öffentliche Hand neue Chancen die Mobilität zu lenken. Beispielsweise können neue umweltfreundliche Mobilitätsangebote zu besonderen Konditionen angeboten werden oder spezielle Anreize für den Angebotsausbau im Umweltverbund gesetzt werden.

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