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Premieren bei der ITS Austria Konferenz 2022

16.11.2022

Am 4. November 2022 fand die ITS Austria Konferenz im Bundesministerium für Klimaschutz statt. Dabei wurde der Aktionsplan digitale Transformation in der Mobilität (AP-DTM) vorgestellt. Ebenfalls neu war, dass die Veranstaltung als Green Event durchgeführt wurde.

Alles neu macht... die ITS Austria Konferenz in diesem Jahr! Brandneu war der von Ministerin Gewessler präsentierte Aktionsplan digitale Transformation in der Mobilität. Dieser Aktionsplan setzt auf dem Mobilitätsmasterplan 2030 auf und hat das Ziel, die Digitalisierung in der Mobilität abgestimmt voranzutreiben, um die Klimawende zu unterstützen. In der Vorbereitung und Erarbeitung haben rund 130 Expert:innen in vier ITS Austria-Arbeitsgruppen mitgewirkt. Ministerin Leonore Gewessler betonte in ihrem Eingangsstatement, wie wichtig es ist, den Wert der Digitalisierung gemeinsam zu erschließen und dass am Ende immer eine sichtbare Reduktion der CO2-Emmissionen steht. Der Aktionsplan ist dazu auch ein essenzielles Vehikel, um aufzuzeigen, wo Kooperationen notwendig sind. Dass es jetzt tatsächlich losgeht, unterstrichen auch verschiedene Förder-Ausschreibungen, die zu diesem Thema mit 4.11.2022 geöffnet wurden.

Kooperation auf verschiedenen Ebenen gefordert

Die Themen Zusammenarbeit und Austausch dominierte auch die Podiumsdiskussion, die Ministerin Leonore Gewessler mit Jutta Rinner, Linz AG, Johann Pluy, ÖBB-Infrastruktur AG und Josef Fiala, ASFINAG AG führte.

Ministerin Gewessler unterstrich einmal mehr, dass die digitale Transformation passiert – aber wenn wir sie aktiv gestalten, können wir unsere Ziele rascher und effizienter erreichen. Auch Jutta Rinner sieht das Potenzial in der Zusammenarbeit und die Aufgabe der Linzer Linien darin, als Integrator und Vernetzer zu agieren, um zusätzliche Mobilitätsdienste zu ermöglichen.

Ein weiterer Aspekt, den Josef Fiala hervorstreicht, sind die Erfolge, die Österreich bereits auf nationaler Ebene vorweisen kann – wie z.B. im Bereich C-ITS. Hier sei es wichtig, mit konkreten Dingen zeitnah zu starten und sich dann Stück für Stück weiter vorzuarbeiten, anstatt alles auf einmal zu adressieren. Johann Pluy spricht das Thema Datenmanagement an, das sich auch im Aktionsplan wiederfindet. Denn nur durch eine angepasste, digitale Gestaltung der Arbeitsprozesse, könne man die Mobilitätswende weiterhin vorantreiben. Entsprechende Kompetenzen dazu aufzubauen, wird alle Unternehmen und Bereiche betreffen.

Maßnahmen des Aktionsplans sind keine Jausenthemen

Neben der großen Aufgabe sehen alle Beteiligten aber auch das große Potenzial, das in der digitalen Transformation liegt. Dafür sind klare Strukturen notwendig, um das Ziel und den damit verbundenen Mehrwert für Umwelt und Mensch immer im Blick zu haben. Nach Jahren des Testens und Pilotierens sehen viele auch die Notwendigkeit, weiter an der Umsetzung zu arbeiten. Erste Ansätze werden bereits realisiert, besonders bei Schnittstellen von Individual- zu öffentlichem Verkehr. Damit einhergehend, müssen neue digitale Finanzierungsmodelle mitgedacht werden. Das Thema des Digitalchecks und Adaptierens von Rechtsvorschriften ist im Aktionsplan daher ebenfalls mit fünf Maßnahmen behandelt.

Von internationaler Seite durften wir erstmals drei Vertreter begrüßen: Herald Ruijters, Europäische Kommission, Deputy Director-General DG MOVE, Roland Goetzke, Bundesministerium für Digitales und Verkehr Deutschland und Gery Balmer, Bundesamt für Verkehr Schweiz brachten ihre Sichtweisen und Erfahrungen zur digitalen Transformation in der Mobilität ein. Für die EU wichtige Themen sind die Verkehrssicherheit und die Verfügbarkeit von Daten. Ruijters betont dabei auch die gute Arbeit Österreichs im Bereich C-ITS. Es sei wichtig, jene Daten zugänglich zu machen, die dazu beitragen können, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Denn in Europa sterben jährlich immer noch rund 20.000 Menschen im Straßenverkehr. Es gilt, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, wie Digitalisierung und Datennutzung zusammenwirken können.

Ein gelungenes Beispiel für einen neuen nationalen Zugangspunkt zu Mobilitätsdaten bringt Roland Goetzke aus Deutschland mit. Mit einer entsprechenden Dateninfrastruktur können Datenbereitstellende und jene, die die Daten intelligent nutzen wollen, näher zusammengebracht werden. Dies hilft vor allem kleineren Behörden oder Kommunen.

Auch in der Schweiz ist die Digitalisierung ein „Megathema“, wie Gery Balmer berichtet. Die bestehenden Angebote müssen miteinander verknüpft werden, um die Bedürfnissen der Nutzer:innen erfüllen zu können. Die Rolle der öffentlichen Hand muss dazu ebenfalls überdacht werden. Und es müssen Anreize geschaffen werden, damit Unternehmen ihre Daten zur Verfügung stellen.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Verschiedene nationale Beispiele zeigen, wo wir heute stehen und welche Möglichkeiten bereits genutzt werden. In Summe wurden bei der Konferenz sechs Projekte und Aktivitäten näher vorgestellt:

Markus Schlapfer, ÖBB-Infrastruktur AG, berichtete über adaptive Zuglenkung und die damit verbundenen verschiedenen Automatisierungslevel. Die Interaktion zwischen Fahrzeug und Infrastruktur müsse neue gedacht werden. Sicherheit und Funktionalität müssen dabei aber immer ineinandergreifen.

Die Rolle von integriertem Verkehrsmanagement und wie Intelligenz auf die Straße gebracht werden kann, beleuchtete Bernd Datler, ASFINAG Maut Service GmbH. Echtzeitverkehrsdaten sind dafür essenziell. Über EVIS.at wurde hierzu ein österreichweiter Austausch geschaffen.

Martin Demel, Wiener Linien, stellt den WienMobil Hüpfer, ein On-Demand Ridesharing in Wien Liesing vor. Hier geht es auch um inklusive Mobilität, so werden rollstuhlgerechte und elektrisch betriebene Fahrzeuge verwendet.

Gleich drei Beispiele für innovative Anwendungen auf GIP-Basis wurden von David Geroe, ITS Vienna Region präsentiert. Konkret werden in GIP4Radrouting.at verschiedene Anwendungsbeispiele für innovative digitale Radinfrastruktur gezeigt.

Der digitale Zwilling im Bereich Straßenverkehr wurde von Wolfgang Schildorfer, FH Oberösterreich - Logistikum, in mehreren Projekten adressiert. Ein Schwerpunkt lag dabei auf C-ITS im urbanen Raum mit dem Fokus auf bestimmte Szenaren und wie man Maßnahmen über C-ITS umsetzen kann. So richtet sich das Projekt DIGEST an sogenannte Vulnerable Road Users (VRUs), und im Projekt AWARD geht es um automatisierte Logistiktransporte im öffentlichen Raum (Ortsgebiet) bei widrigen Wetterbedingungen.

Einen möglichen Schlüssel für interoperablen Datenzugang in Europa präsentierte Kalojan Daskalow, AustriaTech GmbH, mit dem Projekt NAPCORE. Die Ziele des großangelegten EU-Projekts sind, einen Koordinierungsprozess zur Harmonisierung aller europäischer Nationaler Zugangspunkte und Nationaler Stellen zu schaffen und EU-weit Daten zur einfacheren Nutzung zu harmonisieren.

Bei einem sind sich alle einig: Der Aktionsplan digitale Transformation in der Mobilität ist dann ein Erfolg, wenn ein Rückgang der CO2-Emissionen gemessen werden kann und die Maßnahmen bei den Kund:innen ankommen!

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