ITS Arbeitsgruppen
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ITS Arbeitsgruppen

Ein Ziel der 2022 einberufenen ITS Arbeitsgruppen war es, aktiv zur Zielerreichung des Mobilitätsmasterplanes 2030 des BMK beizutragen. Folgende vier ITS Arbeitsgruppen wurden hierzu von der ITS Austria eingerichtet:

ITS Arbeitsgruppe zu einer Mobilitätsdatenstrategie (AG1)

Mobilitätsbezogene Daten und daraus abgeleitete Informationen sind eine unverzichtbare Grundlage für gerechte und transparente Gestaltung des Mobilitätssystems, die im Einklang mit den Bedürfnissen der Gesellschaft und der Umwelt steht. Die Arbeit der ITS Arbeitsgruppe hat einen Überblick über vorhandene und künftig verfügbare Daten aus allen Bereichen des Mobilitätssystems anhand einer Auswahl von beispielhaften Anwendungen (Use-Cases) geschaffen. Die Use-Cases dienen dazu, auf konkrete, bereits existierende oder in näherer Zukunft absehbare Anwendungsgebiete von Mobilitätsdaten zu fokussieren. Auf Basis dieser Zusammenschau wurden die Zugänglichkeit, die Verfügbarkeit, die Einsatzmöglichkeiten und Limitationen der vorhandenen Daten im Mobilitätssystem untersucht. Aus dieser Analyse wurde ein erster Vorschlag für eine Mobilitätsdatenstrategie entwickelt, wie Mobilitätsdaten künftig von allen Akteur:innen des Mobilitätssystems optimal für die Aufgaben des Betriebs des Mobilitätssystems, der Planung der Mobilitätsangebote und dem Monitoring der Wirksamkeit von gesetzten Maßnahmen genutzt werden können.

Ergebnisse der ITS Arbeitsgruppe 1: PDF-Download

ITS Arbeitsgruppe zu rechtlichen Aspekten der Digitalisierung in der Mobilität (AG2)

Digitalisierung wird als Treiber der Transformation des Mobilitätssystems gesehen. Neue technologische Entwicklungen bieten zum einen Möglichkeiten etablierte Prozesse, z.B. in der Verwaltung, digital abzuwickeln oder neu zu gestalten. Zum anderen werden durch die Nutzung dieser Möglichkeit rechtliche Fragestellungen aufgeworfen, die es zu klären gilt, um Rechtssicherheit in der Übergangsphase herzustellen. Neue Vorgaben vonseiten der Europäischen Kommission, wie der Data Governance Act oder auch die Revision und Neuausrichtung bestehender Vorgaben wie der IVS-Richtlinie (2010/40/EU), sind zu berücksichtigen. Der Fokus lag jedoch auf bestehenden nationalen Sachverhalten und Gesetzesmaterien und wie diese künftig gestaltet werden können, um die digitale Transformation im gesamten Mobilitätssystem voranzutreiben und nachhaltige Mobilität zu ermöglichen. Im Rahmen der ITS Arbeitsgruppe wurde an Hand des bestehenden nationalen und europäischen Rechtsrahmens analysiert, welche rechtlichen Regelungen (z.B. im Straßenverkehr) durch die Anwendung von Digitalisierung adaptiert oder ein neuer Rechtsrahmen geschaffen werden muss.

Ergebnisse der ITS Arbeitsgruppe 2: PDF-Download

ITS Arbeitsgruppe zu integriertem Mobilitätsmanagement (inklusive Verkehrssteuerung) (AG3)

Integriertes Mobilitätsmanagement stimmt verschiedene Informationsdienste ab, um Mobilitätslösungen so in das Gesamtsystem einzubinden, dass sie für die Nutzer:innen sinnvoll sind. Das Mobilitätsverhalten im Gesamtsystem soll dabei nachhaltig, sicher und effizient gesteuert werden. Dabei ist sowohl die Betrachtung des Gesamtverkehrssystems, als auch einzelner Anwendungsfälle für Fahrzeuge, Infrastrukturbetreiber und Servicebetreiber notwendig. Besonders von Bedeutung ist dabei ein über einzelne Verkehrsmodi hinausgehendes Mobilitäts- und Ereignismanagement entlang von Korridoren oder in integrierten Verkehrsknoten, mit dem Ziel ÖV, IV, neuen Lösungen wie Last Mile Shuttles an einem Knoten mit entsprechender Verkehrsteuerung, z.B. Stadteinfahrten zu vernetzen. Der erste Schritt ist über Verkehrsnetze hinauszugehend betreiberübergreifend zusammen zu arbeiten (z.B. hochrangig – niederrangig, regional – urban, ÖV – IV, aktive Mobilität Bundesländer übergreifend). Die Entwicklungen im Bereich der automatisierten Mobilität zeigen hierbei einen besonderen Bedarf an ein betreiberübergreifendes Verkehrsmanagement inklusive der Steuerung automatisierter Flotten, z.B. im Bereich des Güterverkehrs. Auf automatisierten Fahrzeugen basierende neue Mobilitätsdienste eröffnen neue Möglichkeiten, wie z. B. die Abdeckung der letzten Meile für den öffentlichen Verkehr oder Flexibilität für Reisende. Verkehrsmanagement- und Steuerungsmaßnahmen sind ein Schlüsselelement, um kooperative, vernetzte und automatisierte (CCAM-) Fahrzeuge und neue Mobilitätsdienste so in das Verkehrssystem zu integrieren, dass Ziele in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Effizienz unterstützt werden können. Im Rahmen der ITS Arbeitsgruppe wurden daher Maßnahmen erarbeitet, durch welche CCAM und andere neue Dienste in das bestehende Mobilitätssystem integriert werden können.

Ergebnisse der ITS Arbeitsgruppe 3: PDF-Download

ITS Arbeitsgruppe zum Ermöglichen integrierter Mobilitätsdienste (AG4)

Viele Veränderungen werden durch eine Vielzahl neuer Mobilitätstechnologien und Dienstleistungen ermöglicht, welche bestehende Mobilitätssysteme zunehmend vor neue Herausforderungen stellen. Eine der größten Herausforderung ist die Harmonisierung und Integration dieser neuen, oft isoliert agierenden Dienste in das bestehende Gesamtmobilitätssystem. Die Mehrheit der neuen technischen Lösungen und Diensten bietet jedoch erst dann einen entsprechend großen Mehrwert, wenn die Lösungen und Dienste systematisch und koordiniert in das Mobilitätsystem integriert werden. Dadurch wird eine nahtlose Nutzung, die Anbieter:innen-, Modi- wie auch Regionen übergreifend ist, ermöglicht. Im Rahmen der ITS Arbeitsgruppe wurde ein gemeinsames Bild und Verständnis der einzelnen Akteur:innen zu integrierten Mobilitätsdiensten in einem multimodalen Mobilitätssystem in Österreich ausgearbeitet. Hier wurden einerseits die technischen Aspekte der diversen Mobilitätsdienste diskutiert, aber andererseits auch organisatorische und kollaborative Strukturen durchleuchtet. Es ging hierbei nicht um den Aufbau und den Betrieb einer zentralen nationalen MaaS-Infrastruktur, sondern um die digitalen Elemente, die für die Dienstbereitstellung benötigt werden.

Ergebnisse der ITS Arbeitsgruppe 4: PDF-Download