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Von multimodal bis zur letzten Meile: Innovative Lösungsansätze für den Mobilitätswandel

03.04.2020

Das seit 2012 laufende Forschungsförderungsprogramm „Mobilität der Zukunft“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) läuft Ende des Jahres 2020 aus. Für die zukünftige Ausgestaltung von forschungs- und innovationspolitischen Maßnahmen sollen nun die neuen Weichen im Bereich Mobilität bestmöglich gestellt werden.

Bereits im November 2019 fand im BMK eine zweitägige Auftaktveranstaltung zur neuen FTI-Strategie Mobilität statt. Dort wurde gemeinsam mit rund 250 TeilnehmerInnen ein Blick in die Zukunft geworfen: Nach einem kurzen Rückblick zu den bisherigen FTI-Maßnahmen des BMK, wurde gemeinsam mit nationalen und internationalen ExpertInnen zu verkehrs-, umwelt-, forschungs-, technologie- und innovationspolitischen Entwicklungen diskutiert. AustriaTech war hier mit dem FTI-Hub als Teil des Steuerungsteams gemeinsam mit AIT und FFG unterstützend tätig. Walter Schneider Business-Unit-Leiter bei AustriaTech unterstreicht: „Für ein nachhaltiges Mobilitätssystem sind vielfältige Anstrengungen erforderlich. Mit den vielfältigen Innovationen aus Österreich werden maßgeblich Beiträge zum Wandel in der Mobilität geleistet, die weit über unsere Grenzen hinaus Wirkung entfalten. Dazu wird in der Strategie der notwendige Rahmen geschaffen, die AustriaTech unterstützt und begleitet somit nicht nur die laufenden Innovationsvorhaben des BMK, sondern bereitet den Weg für viele Maßnahmen in der Zukunft!“

Erste öffentliche Konsultation

Im Rahmen einer ersten öffentlichen Konsultation gab es bis Mitte März die Möglichkeit, zur bisher erarbeiteten Vision sowie zu ersten inhaltlichen Schwerpunktsetzungen, Zielgruppen und forschungs- und innovationspolitischen Instrumenten Stellung zu beziehen. Eine zweite Konsultation ist bereits in Planung.

Qualitativ guten Überblick verschaffen

Neben weiteren Maßnahmen werden in mehreren Workshops mit VertreterInnen aus den verschiedenen Bereichen der Mobilität und verwandten Themengebieten wie Gesundheit oder Digitalisierung Leitfragen diskutiert, um so einen möglichst umfassenden Blick zu den maßgeblichen Punkten für eine neue Strategie sammeln zu können. Die Fragen umfassten beispielsweise: Wie könnte Forschung und Innovation effektiver für einen Systemwandel des Mobilitätsbereichs eingesetzt werden? Welche Akteure sind dafür gefordert? Welche Synergien und Konflikte können dabei auftreten?

Ein erster Workshop fand am 26.2.2020 statt. Hier traten VertreterInnen der „(Public) Operator“ zusammen, um sich auszutauschen. Eingeladen waren unter anderem Städte, Gemeinden, öffentliche und private Mobilitätsanbieter sowie Start Ups und Interessensvertreter. Auf der Suche nach innovativen Lösungen und Themenschwerpunkte wurde sowohl der Status Quo beleuchtet als auch neue Ideen und Ansätzen diskutiert. Zur Debatte standen Forschungsthemen, Rahmenbedingungen, notwendige Akteure, Maßnahmen und effektive Umsetzungsmöglichkeiten.

Innovative Lösungen und Forschungsthemen für einen Mobilitätswandel finden

Um den Wandel der Mobilität gut begleiten zu können, muss der Fokus zukünftig auf dem ländlichen Raum liegen. Multimodale Angebote, flexible Konzepte und eine intelligente Routenführung sind Aspekte, die hier helfen können. Auch in Zukunft ist die sogenannte „letzte Meile“ eine Herausforderung. Ein weiterer Aspekt des Wandels ist die Umweltthematik. Der Einsatz umweltfreundlicher Antriebstechnologien sei ebenso zu forcieren, wie der Ausbau der automatisierten Mobilität im Bereich des öffentlichen Verkehrs und der aktiven Mobilität – vor allem hinsichtlich umweltfreundlicher Arbeitswege. Hier gilt es eine Sektorkopplung mitzudenken – denn Mobilität kann nicht isoliert betrachtet werden. Sektoren wie Raumplanung, Wohnen und Energie sollten zur Erzeugung von Synergien miteinbezogen werden.

Die Rolle der Betreiber bei Forschung und Innovation

Eine aktive Forschungsbeteiligung wird seitens der Betreiber als durchaus möglich betrachtet, ebenso wie das Bieten einer Hilfestellung bei der tatsächlichen Umsetzung von Forschungsprojekten. Auch im Rahmen von Vernetzung von Theorie und Praxis sowie der Verbreitung von beispielsweise Projektergebnissen seien die „Public Operator“ grundsätzlich mit an Bord. Als wichtig wurde während des Workshops die aktive Beteiligung von Gemeinden und vor allem ein direkter lokaler Ansprechpartner genannt.

Wichtig für eine effiziente Umsetzung  

Forschungsprojekte sollten zuallererst einmal umsetzungsorientiert sein. Durch die Begleitung der Urbanen Mobilitätslabore konnte AustriaTech auch hier ihre Expertise einbringen. Das Ziel der Verwirklichung sollte den gesamten Projektprozess begleiten. Hierfür braucht es unter anderem einen regelmäßigen Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis. So können Betreiber und Hersteller frühzeitig in Prozesse eingebunden werden. Um umsetzungsorientiert zu forschen und Projekte bedarfsorientiert zu entwickeln, braucht es laut den Betreibern außerdem mehr Experimentierräume. Sie sollen helfen, starre Strukturen zu umgehen und Forschung ohne rechtliche Stolpersteine und langwierige Genehmigungsprozesse zu ermöglichen.

Mehr zu Experimentierräumen, deren Notwendigkeit und eines möglichen Umsetzungsplans, können Sie in den Ergebnissen einer interdisziplinären Studie auf der Website des BMK nachlesen.

Bestehende und neue Maßnahmen der FTI-Politik

Bestehende Maßnahmen wie die Urbanen Mobilitätslabore bieten einen absoluten Mehrwert und sollten auch in Zukunft als innovative Maßnahmen bestehen bleiben. Auch Instrumente wie die Open4Innovation Plattform sind wichtig, um beispielsweise Ergebnisse aus der Forschung präsentieren zu können und so sowohl Transparenz als auch einen gemeinsamen Austausch und Lernprozess zu fördern.

Die neue FTI-Strategie Mobilität soll bis Ende 2020 finalisiert werden. Mehr zur FTI-Strategie Mobilität finden Sie auf der MdZ-Website.

Workshopteilnehmende in Kleingruppen-Gesprächen

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