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Vernetztes Denken, vernetztes Arbeiten, vernetztes Fahren – Das Projekt ARCADE

03.03.2020

Das Projekt ARCADE zeigt im großen Maßstab langfristige Entwicklungsmöglichkeiten für Connected and Automated Driving (CAD) auf. Experte Martin Dirnwöber gibt einen Einblick in die Rolle der AustriaTech, die Arbeitsweise und die Ziele des Projekts.

1. Was war der Anstoß der Projektinitiatoren, nach dem Abschluss des Projekts CARTRE das Nachfolgeprojekt ARCADE weiterzuführen?

Das Thema „Connected and Automated Driving“ (CAD) ist sehr dynamisch. Aktuell tut sich sehr viel im Bereich und es sind viele Entwicklungen denkbar. Zusätzlich gibt es starke Wechselwirkungen zwischen Entwicklungen und Aktivitäten in verschiedenen Bereichen, beispielsweise Fahrzeugtechnologien, neue Dienste und Services, Validierung oder rechtliche Rahmenbedingungen. Daher ist es wichtig, dass auf europäischer Ebene koordiniert vorgegangen wird. Das ist eines der Hauptziele von ARCADE.

2. Warum ist AustriaTech im Bereich Connected and Automated Driving aktiv?

ARCADE ist nicht das einzige Projekt im Bereich CAD-Systeme. Viele Aktivitäten widmen sich der Entwicklung von automatisierter und vernetzter Mobilität, darunter auch einige in denen die AustriaTech eingebunden ist, wie beispielsweise INFRAMIX oder C-Roads. In ARCADE können wir das eigene Know-how einbringen und gleichzeitig den Austausch mit den Stakeholdern unterstützen. Nur durch einen offenen Dialog können wir in diesem dynamischen Umfeld Schritt halten.

AustriaTech ist in ARCADE gemeinsam mit DLR für die Leitung den Themenbereich „Physical and Digital Infrastructure“ verantwortlich. Im Mittelpunkt stehen dabei Sicherheit und Effizienz. Es ist wichtig zu diskutieren, wie man CAD-Systeme in sicherer und effizienter Weise betreiben kann.

3. Das Projekt ARCADE inkludiert eine große Anzahl an Projektpartnern aus elf verschiedenen europäischen Ländern. Wie erfolgen die Zusammenarbeit und der Austausch in einem solch großen Rahmen?

Im Projekt sind insgesamt 23 Projektpartner auf europäischer Ebene eingebunden. Das Konsortium besteht aus Straßenbetreibern, Fahrzeugherstellern und Zulieferern, Serviceanbietern und öffentlichen Behörden. Neben regelmäßigen Treffen des gesamten Konsortiums finden innerhalb einzelner Themenbereiche auch kleinere regelmäßige Treffen oder Telekonferenzen statt. Darüber hinaus werden im Projekt Stakeholder aus verschiedensten Bereichen angesprochen. Daher finden verschieden zusammengesetzte Stakeholder-Workshops statt. Teilweise stellt die Wahl der optimalen Größe und Zusammensetzung der Treffen eine gewisse Herausforderung dar, da im Grunde alle Themenbereiche untereinander vernetzt sind. Maßnahmen in der digitalen Infrastruktur beispielsweise betreffen gleichzeitig die Fahrzeuge und erfordern daher die Sicht der Fahrzeughersteller. Ein Mehrwert für die einzelnen Beteiligten ist das Kennenlernen der Ansichten und Ziele der jeweils anderen Stakeholder. Die Stärke des Ansatzes ist die Zusammenkunft der ExpertInnen aus den verschiedensten Bereichen, die ihre jeweiligen Ansichten und Erfahrungen einbringen, und so gemeinsam die Entwicklung von CAD-Systemen weiterbringen können.

4. Was sind die größten Herausforderungen im Projekt?

Die größte Challenge ist sicher die Dynamik und Komplexität des Themas. Es ist schwer abzusehen, wie sich die Technik weiterentwickelt und was sie in zehn oder 20 Jahren leisten kann. Die technischen Entwicklungen haben einen hohen Einfluss auf mögliche Lösungen für das Gesamtsystem und dieses hat wiederum Auswirkungen auf die Organisation und den Nutzen für die Gesellschaft. Wie können technische Errungenschaften in einen sicheren Betrieb umgesetzt werden? Für welche NutzerInnengruppe sind diese Systeme relevant? Wie hoch sind die Kosten? Welche rechtlichen und organisatorischen Änderungen müssten dafür vorgenommen werden? So beinhaltet die Thematik nicht nur eine, sondern viele Unbekannte. Es ist zudem schwierig, die unterschiedlich schnellen Innovationszyklen der einzelnen Bereiche aufeinander abzustimmen. Technische Neuerungen erfolgen beispielsweise im Fahrzeugbereich schneller als bei der Infrastruktur. Umso wichtiger ist es daher, die unterschiedlichen Sichtweisen und Entwicklungen gemeinsam zu betrachten und in eine gezielte Weiterentwicklung zu führen.

5. Welche sind die nächsten Schritte/Aktivitäten?

Im ersten Jahr wurden anhand von möglichen Szenarien zukünftige Herausforderungen und Hindernisse in den einzelnen Themenbereichen beschrieben. Zudem wurden auch wichtige zukünftige Aktivitäten identifiziert. Auf dieser Basis wird im zweiten Jahr weiter an möglichen Ansätzen gearbeitet. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die Diskussion von zentralen Unsicherheitsfaktoren der einzelnen Themenbereiche. Der nächste Stakeholder-Workshop findet im Februar in Brüssel statt. Dabei werden die Entwicklungen in den jeweiligen Themenbereichen allen Stakeholdern präsentiert. Je nach Feedback der Stakeholder werden die nächsten Arbeitsschwerpunkte gesetzt. Zudem wird im April im Rahmen der TRA2020 die nächste EU-CAD Konferenz stattfinden.

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