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Mit aktiver Mobilität zu mehr Lebensqualität

02.03.2021

Menschen davon zu überzeugen, nachhaltige Mobilitätsentscheidungen zu treffen, ist eine große Herausforderung. Im Rahmen der Midterm-Konferenz des Forschungsprojekts MELINDA wurden am 12.2.2021 dazu erste Ergebnisse aus den MELINDA-Pilotprojekten präsentiert und Erkenntnisse diskutiert.

Im Projekt MELINDA erarbeiten sechs Pilotregionen aus sechs Ländern verschiedene Möglichkeiten, wie klimafreundliche und aktive Mobilität unterstützt und gesteigert werden kann. Zurückgegriffen wurde dabei auf unterschiedliche Ansätze, wie die Erarbeitung von Richtlinien, die Sensibilisierung und Einbindung der BürgerInnen sowie die Nutzung von Mobilitätsdaten. Durch den Erfahrungsaustausch im Rahmen der Konferenz wurde die Erkenntnisse, wie Verhaltensänderungen initiiert werden können, geteilt und diskutiert. Ein konkretes Projekt, das vorgestellt wurde ist die gemeinnützige Initiative „Ein guter Tag hat 100 Punkte“, das mithilfe eines Gamification-Ansatzes gute Erfolge erzielen konnte. Denn um auch Aspekte wie Umwelt und Nachhaltigkeit erfolgreich adressieren zu können, müssen weitere Bereiche wie Lebensstil, globale Tragfähigkeit, Eindämmung des Klimawandels, Lebensqualität und globale Solidarität ebenfalls berücksichtig werden. Ein besonderer Blick wurde auch auf die europäischen Förderprogramme gelegt, bei denen nicht-motorisierte Mobilität im Mittelpunkt steht. Ziel hierbei ist, besonders kleinere Städte und ländliche Gemeinden stärker einzubinden, wie sie auch in MELINDA bereits adressiert werden.

 

Sechs Pilotregionen, sechs Wege zu nachhaltiger Mobilität

Im Rahmen der Konferenz konnten die sechs MELINDA-Pilotregionen auch den aktuellen Stand ihrer Projektaktivitäten präsentieren. Dabei wurden auch die durch die COVID-Pandemie veränderten Rahmenbedingungen und dadurch ausgelöste Verhaltensänderungen diskutiert.

Bayern: Ein „Mitfahrbankerl“ als niederschwellige Infrastruktur zur Förderung von Fahrgemeinschaften. Im Projekt soll der Anschluss des analogen Bankerl-Netzes an eine digitale Mittfahrplattform und die lokale Carsharing-Vereinigung getestet werden.

Frankreich: Hier steht die Bewusstseinsbildung hinsichtlich der gesundheitlichen Vorteile aktiver Mobilität im Vordergrund. Die MitarbeiterInnen eines lokalen Krankenhauses in Lyon werden zu medizinischen Check-ups vor und nach einer Informationsintervention eingeladen, um ihre eigene Entwicklung zu dokumentieren.

Die Pilotregion in Vorarlberg hat es sich zum Ziel gesetzt den Anteil der individuellen motorisierten Mobilität zu verringern, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu steigern und das Angebot an nachhaltiger Verkehrsoptionen zu erhöhen. BürgerInnen sind eingeladen, mit der Melinda-App ihre täglichen Routen zu tracken. Diese Daten können im Melinda Data Lab analysiert werden, um die Mobilität im Inland besser planen zu können.

In der Schweiz liegt der Fokus darauf, nachhaltige Verkehrsangebote zur Bewältigung der ersten und letzten Meile zu entwickeln. Durch Sharing Mobility und der damit einhergehenden höheren Fahrzeugauslastung soll die Umweltbelastung durch private Autonutzung reduziert werden. Das Mitfahrangebot Taxito wurde im Rahmen der Projektaktivitäten zwischen Maladers und Chur eingerichtet.

Maribor, Slowenien: Mit Apps zu nachhaltigeren Entscheidungen. Die Stadt Maribor analysiert Daten aus Mobilitätserhebungen hinsichtlich der umweltrelevanten Faktoren. Basierend auf dem Mobilitätsverhalten der BürgerInnen sollen Stadtplanung, Wegenetze und Infrastruktur angepasst werden. Die Analyseergebnisse dienen der Schärfung des Bewusstseins für nachhaltige Mobilität.

Pordenone, Italien: Masterplan für den Fahrradverkehr. Pordenone und neun umliegende Gemeinden haben sich das Ziel gesetzt, die Luftverschmutzung durch motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Besonders der Radverkehr soll hier ausgebaut werden. Die optimale Ausgestaltung von gemeindeübergreifenden Fahrradrouten wird im Projekt untersucht und in einem Masterplan für den Radverkehr festgehalten.

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