10.06.2026
Automatisierte Mobilität steht vor dem nächsten Entwicklungsschritt. Die Technologie ist bereit, jetzt geht es um den Weg in den breiten Einsatz. Welche Voraussetzungen dafür nötig sind, diskutierten Vertreter:innen aus Politik, Forschung, Industrie und Verwaltung beim GSV-Forum „Automatisierte Mobilität – Kompetenzen und Perspektiven für Österreich“. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit den TU Wien Top Fellows sowie mit Unterstützung von Taxi 40100 und AustriaTech statt.
Mobilitätsminister Peter Hanke betonte in seiner Eröffnung die Bedeutung automatisierter Mobilität für den Standort Österreich. Klare und verlässliche Rahmenbedingungen sollen den Weg von der Erprobung in die Anwendung beschleunigen.

Mit der geplanten Weiterentwicklung der Verordnung zum automatisierten Fahren (AutomatFahrV) sollen zusätzliche Möglichkeiten für Test und Erprobung geschaffen werden. Parallel wird an einem rechtlichen Rahmen für den Regelbetrieb gearbeitet.
Auch auf europäischer Ebene entstehen neue Impulse: Mit der Cross-Border Testbed Initiative, die am 8. Juni von 18 EU-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde, wird ein wichtiger Grundstein für grenzüberschreitende Test- und Einsatzmöglichkeiten gelegt.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass der Übergang von Pilotprojekten zur breiten Anwendung nur gelingen kann, wenn mehrere Faktoren zusammenspielen:
Nur im Zusammenspiel dieser Hebel kann automatisierte Mobilität nachhaltig skaliert werden.

Ein besonderer Fokus in den Diskussionen lag auf der Entwicklung von in der Industriestrategie 2035 vorgesehenen Modellregionen für automatisierte Mobilität. Diese können in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle auf dem Weg zur Skalierung spielen.
Für den Aufbau solcher Regionen – mit Flotten von etwa 30 bis 50 Fahrzeugen – sind klare Implementierungs- und Skalierungskonzepte erforderlich. Diese lassen sich nur durch die Bündelung von Kompetenzen sowie neue Kooperationsformen, auch mit internationalen Partnern, realisieren.
AustriaTech ist im Auftrag des BMIMI mit der Konzeption und Koordination dieses Prozesses betraut. Ziel ist es, gemeinsam mit der österreichischen und internationalen Community die Voraussetzungen für skalierbare Anwendungen automatisierter Mobilität zu schaffen.
Die Kontaktstelle für automatisierte Mobilität fungiert dabei als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Akteure. Sie unterstützt unter anderem bei Testeinsätzen auf öffentlichen Straßen, regulatorischen Fragestellungen sowie der Vernetzung relevanter Stakeholder.
Das GSV-Forum zeigte deutlich: Die nächste Phase automatisierter Mobilität ist nicht mehr durch technologische Machbarkeit geprägt, sondern durch die Fähigkeit zur Umsetzung im großen Maßstab. Österreich und Europa arbeiten daran, dafür die notwendigen Rahmenbedingungen und Kooperationsstrukturen zu schaffen.