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Erste Ergebnisse des BürgerInnen-Dialogs

24.05.2019

Der internationale BürgerInnen-Dialog zu Automatisierter Mobilität ist in vollem Gange: in Europa und Nordamerika findet bis Ende Juni ein Austausch mit der Bevölkerung statt. In Österreich sind wir derzeit mit der Auswertung der nationalen Veranstaltungen beschäftigt, erste Ergebnisse liegen bereits vor.

Wie würden Sie automatisierte Mobilität beschreiben? Zukunft, Sicherheit, Chance, Freiheit oder Skepsis sind nur ein paar der Stichworte, die bei den Dialogen in Österreich gefallen sind. Diese fanden am 6.4. in Wien, Salzburg, Pörtschach, Linz und Graz statt. Besonders wichtig im Hinblick auf die Einführung von automatisierter Mobilität waren den TeilnehmerInnen die Themen Sicherheit, Umwelt und Datenschutz. Fast 50% betrachteten die Sicherheitsthematik als den wichtigsten Aspekt im Zusammenhang mit automatisierter Mobilität.


Wünsche und Erwartungen an die Zukunft
Während der Veranstaltungen wurden den TeilnehmerInnen unterschiedliche Entwicklungsszenarien des Mobilitätssystems vorgestellt:

  1. Das bestehende System wird verbessert, aber nicht in automatisierte Mobilität investiert
  2. Der Fokus liegt auf dem privaten, automatisierten PKW
  3. Im Fahrgemeinschaftsmodell bieten Flottenbetreiber Robotaxis und automatisierte Shuttles an
  4. Der öffentliche Personennahverkehr wird automatisiert, ergänzt und bildet das starke Rückgrat des Mobilitätssystems

Die TeilnehmerInnen hatten die Möglichkeit sich zu äußern, welches der vier Szenarien sie für die zukünftige Entwicklung des Mobilitätssystems bevorzugen. Das Ergebnis geht in eine eindeutige Richtung: 96% finden das öffentliche Verkehrsmodell sehr wünschenswert oder wünschenswert. Auch das Fahrgemeinschaftsmodell kommt sehr gut an. Ein großer Teil der Befragten kann sich eine Kombination dieser Szenarien vorstellen: flächendeckender Ausbau des ÖPNV und Fahrgemeinschaften zur Erschließung abgelegener Räume. Begründet wird das damit, dass diese Kombination die positivsten Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen – Staus könnten verringert oder gar vermieden werden – und auf die Flächeneinsparung hätte. Auch die nachhaltige Entwicklung ist den Befragten ein großes Anliegen. Auffallend ist, dass im Gegensatz dazu das Szenario, das auf den privaten, automatisierten PKW setzt, hingegen von der Mehrheit sogar abgelehnt wird. Die DiskutantInnen haben immer wieder hervorgehoben, dass auch der Ausbau und die Optimierung der Rad- und Fußwege nicht vernachlässigt werden darf und die BürgerInnen für ein verantwortungsvolles Mobilitätsverhaltens sesibilisiert werden müssen.

Grafik, auf der Auswertungen zu einer Umfrage über Transportsysteme zu sehen sind

Daraus ergaben sich für die TeilnehmerInnen Handlungswünsche/-empfehlungen an Politik und Industrie. Der Wunsch nach Partizipation ist groß. Die TeilnehmerInnen möchten gehört und einbezogen werden, ihre Interessen und die sozialen Auswirkungen von Veränderungen müssen berücksichtigt werden. Auch die Forderung nach Ausbau und Förderung des ÖPNV waren deutlich. Viele wünschen sich einen stärkeren Fokus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Gerade von der Industrie wird verantwortungsvolles Handeln gegenüber Umwelt und BürgerInnen, auch in den Aspekten Datenschutz und Sicherheit, erwartet.  
Bis Herbst 2019 werden die Ergebnisse weiter ausgewertet und  in Zusammenhang mit den internationalen Ergebnissen verglichen. Eindrücke und Meinungen der österreichischen TeilnehmerInnen können Sie auf unserem Youtube-Kanal sehen:  https://bit.ly/2HKP3OK

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