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Automatisierung & Infrastruktur: Das Konzept der ISAD Klassen

07.05.2020

Um den Grad der Automatisierung eines Fahrzeugs zu bestimmen wurden die sogenannten SAE Level entwickelt. Aber ein automatisiertes Fahrzeug alleine ist nicht ausreichend – die digitale Infrastruktur spielt eine ebenso wichtige Rolle. Um diese Komponenten aufeinander abstimmen zu können und kategorisierbar zu machen, entwickelte das Projekt INFRAMIX das Klassifikationsschema der ISAD Klassen.

Damit das automatisierte und vernetzte Fahren zukünftig reibungslos funktionieren und in das Mobilitätssystem integriert werden kann, müssen mehrere Einflussfaktoren berücksichtigt werden. So braucht es Sensoren, um die Umgebung eines Fahrzeugs zu erfassen. Überdies können Verkehrsinformationen und Sensordaten von der Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden, um dem Fahrzeug wertvolle Hinweise zur Erweiterung dieses Wahrnehmungshorizonts liefern. Beispielsweise kann Fahrzeugen von der Infrastruktur kommuniziert werden „Spur 2 verwenden, da auf Spur 1 in 500 Metern eine Baustelle ist“. Die digitale Straßeninfrastruktur wird insbesondere während der Übergangsphase von konventionellen zu automatisierten Fahrzeugen eine wichtige Rolle spielen. Je „intelligenter“ die Infrastruktur ist, desto effizienter und sicherer wird das Verkehrsnetz sein.

Infrastructure Classification Scheme for Automated Driving

Daher wurden im Rahmen des EU-geförderten Projekts INFRAMIX die sogenannten Infrastructure Classification Scheme for Automated Driving (ISAD) entwickelt. ISAD ist ein einfaches Klassifikationsschema, das die Unterstützung von automatisierten Fahrzeugen durch die Infrastruktur auf fünf möglichen Ebenen A bis E angibt – wobei A das höchste Level darstellt, während E bedeutet, dass es keinerlei digitale Infrastruktur gibt. Das Schema soll die rechtzeitige Einführung von automatisierungs-gerechten Infrastrukturnetzwerken unterstützen. Zusätzliche Informationsquellen können Unterbrechungen des automatisierten Fahrens und damit die „Rückgabe“ an den/die menschliche LenkerIn reduzieren. So könnte es automatisierten Fahrzeugen möglich sein, über längere Zeit- und Wegstrecken innerhalb einer für die jeweilige Fahrfunktion des Fahrzeugs „beherrschbaren“ Operational Design Domain (ODD)* unterwegs zu sein. Auf diese Weise kommt es seltener zur Übergabe von Fahraufgaben zwischen dem Fahrsystem und einem/einer menschlichen FahrerIn.

* Eine ODD definiert, unter welchen Bedingungen ein automatisiertes Fahrsystem betrieben werden kann. Unter anderem betrifft das Komponenten wie Straßentypen, Geschwindigkeitsbereiche, Wetter, Tag/Nacht. Mehr zu ODDs finden Sie im Monitoringbericht 2018 

 

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