Globaler BürgerInnen-Dialog 2019
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Der BürgerInnen-Dialog auf einen Blick

Automatisierte Mobilität ist eine Revolution im Verkehr und wird unser Mobilitätsverhalten maßgeblich beeinflussen. Für eine nachhaltige Entwicklung von Automatisierter Mobliltät ist eine gemeinsams Gestaltung und Steuerung notwendig.

Organisation und Teilnahme

Die französische Beratungsagentur Missions Publiques hat das Format des Globalen BürgerInnen-Dialogs entwickelt und organisiert, um der Bevölkerung als NutzerInnengruppe eine aktive Mitsprache zu ermöglichen. Die BürgerInnendialoge wurden von April bis August 2019 in 16 Orten weltweit ausgetragen. In Österreich fanden die Dialoge am 6. April in fünf Gemeinden statt: in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Pörtschach. Österreichweit haben 169 BürgerInnen daran teilgenommen. Die Teilnehmenden haben sich in offenen Runden ausgetauscht und sich die Sichtweisen der jeweils anderen angehört. In den organisierten Diskussionsrunden konnten sie zudem Einiges über automatisierte Mobilität lernen. Technische Hintergründe und Automatisierungslevels sowie rechtliche Aspekte oder konkrete Anwendungs- und Einsatzszenarien wurden präsentiert, und in den anschließenden Tischrunden darüber diskutiert.

Videos vom BürgerInnen-Dialog

Weitere Videos vom BürgerInnen-Dialog finden Sie hier.

Ergebnisse des BürgerInnen-Dialogs

Bei den Dialogen hat sich herausgestellt, dass einige automatisierte Mobilität befürworten, andere hingegen mit Skepsis betrachten. Im Mittel stehen die Teilnehmenden automatisierter Mobilität grundlegend positiv gegenüber. Die meistgenannten Argumente dafür stehen in Zusammenhang mit der Unsicherheit und dem Aspekt, dass die Technologie neuartig ist und man sich erst an sie gewöhnen muss. Insgesamt spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle, wie nachstehende Infografik veranschaulicht.

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Was die Anwendungsszenarien betrifft, sind die Vorstellungen der BürgerInnen gesamtheitlich gesehen relativ klar ersichtlich. Während nur 3 Prozent der Befragten Automatisierung bei privaten PKWs für erstrebenswert befinden, erachten drei Viertel die Automatisierung im öffentlichen Nahverkehr als sinnvoll. Ein Teil der Teilnehmenden ist der Ansicht, dass das bestehende Verkehrssystem ohne Automatisierung verbessert werden kann.

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Die Haltung gegenüber Automatisierung hängt in hohen Maßen von den unterschiedlichen Automatisierungsstufen ab. Bei den BürgerInnen-Dialogen hat sich gezeigt, dass die Akzeptanz sinkt, je höher der Automatisierungsgrad ist. Viele vertrauen der Technik bis zu einem gewissen Grad, darüber hinaus steigt die Unsicherheit und dementsprechend fällt es den NutzerInnen schwer, die Kontrolle vollständig abzugeben. Dies gilt es bei der Einführung von Automatisierung im Verkehr zu berücksichtigen: Sie muss schrittweise erfolgen, um Vertrauen in der Bevökerung langfristig aufzubauen.

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Durch die Vielzahl an TeilnehmerInnen und deren unterschiedlichen Hintergründe gehen die Haltungen zu automatisierter Mobilität auseinander. Diese Vielfalt an Meinungen ist aber wichtig, damit eine lebhafte Diskussion entsteht. Die aktive Mitgestaltung fördert den Austausch zwischen allen Beteiligten, berücksichtigt die Bedürfnisse der verschiedenen NutzerInnengruppen und bringt uns die Mobilität von morgen einen Schritt näher.

 

Wie geht es weiter?

In Europa sind noch weitere BürgerInnen-Dialoge geplant, nämlich in Manchester, Lissabon, Porto und Zagreb. Missions Publiques wird die ausgewerteten Ergebnisse nach Abschluss aller Dialoge Ende dieses Jahres öffentlich präsentieren.

Eine weitere wichtige Zielgruppe, mit der wir in Kontakt treten wollen, sind die Städte. Auftakt für diesen Städtedialog hat im Rahmen der Mobilitätsarena in Bern im September stattgefunden. Lesen Sie mehr dazu hier.

 

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