13.03.2026
Zehn Jahre nach ihrer Gründung ist C-Roads zur zentralen europäischen Plattform für kooperative intelligente Verkehrssysteme (C-ITS) geworden. Was 2016 als Initiative von Verkehrsministerien aus acht Ländern begann, umfasst heute Akteur:innen aus 21 europäische Staaten.
Beim “10 Years C-Roads-Symposium" in Frankfurt wurden die bisherigen Fortschritte reflektiert und die strategischen Prioritäten für die kommende Phase des europaweiten Rollouts diskutiert.

Die C-Roads-Plattform wurde im Dezember 2016 von acht europäischen Verkehrsministerien gegründet. Ziel war es, die Einführung kooperativer intelligenter Verkehrssysteme (C-ITS) grenzübergreifend zu koordinieren und Interoperabilität sicherzustellen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten die Länder entlang des C-ITS-Korridors – Niederlande, Deutschland und Österreich –, Partner:innen der SCOOP- und InterCor-Initiativen aus Frankreich, Belgien und Großbritannien sowie Tschechien und Slowenien.
Im Jahr darauf wurden acht weitere Länder Teil der Plattform: Spanien, Italien, Ungarn und Portugal sowie Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark aus der NordicWay-Initiative. Heute bilden gemeinsame technische Spezifikationen die Grundlage für einen europaweit abgestimmten Betrieb.
C-ITS (Cooperative Intelligent Transport Systems) ermöglichen den Austausch sicherheitsrelevanter Informationen zwischen Fahrzeugen untereinander (V2V) und Fahrzeugen zu Infrastruktur (V2I).Durch die stärkere Bedeutung von Städten ist die Vernetzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Einsatzfahrzeugen für Priorisierung besonders relevant. Ziel ist es, Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Verkehrsfluss zu verbessern und Emissionen zu reduzieren – als Baustein für vernetzten und automatisierten Verkehr.
Im Laufe der vergangenen Dekade wurden ursprünglich unterschiedliche technologische Ansätze schrittweise integriert.
Short-Range-Lösungen entlang des C-ITS-Korridors, Long-Range-Erfahrungen aus NordicWay sowie architektonische Grundlagen des französischen SCOOP-Programms flossen in ein hybrides europäisches Betriebsmodell ein.
Die Plattform zeigt damit, wie technologische Vielfalt durch abgestimmte Spezifikationen in Interoperabilität übersetzt werden kann.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die enge Abstimmung zwischen öffentlichen Institutionen und Industrie. Die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, der CINEA, dem Car-2-Car Communication Consortium sowie dem Verband der europäischen Mautstraßenbetreiber ASECAP bildet das institutionelle Fundament für die europaweite Einführung harmonisierter Dienste.
Das Generalsekretariat der C-Roads-Plattform ist bei AustriaTech angesiedelt und koordiniert die strategischen und technischen Aktivitäten der Mitgliedsstaaten. Damit trägt Österreich eine zentrale Rolle in der europäischen Abstimmung und Weiterentwicklung von C-ITS.
Für die kommenden Jahre steht die stärkere Einbindung zusätzlicher Akteur:innen im Fokus – insbesondere im urbanen Raum. Ziel ist es, „Newcomers“ strukturiert in das C-ITS-Ökosystem zu integrieren und den Rollout von C-ITS entlang der transeuropäischen Verkehrsachsen und in europäischen Städten weiter zu beschleunigen.
Zehn Jahre nach ihrer Gründung zeigt die C-Roads-Plattform, wie aus nationalen Pilotprojekten ein koordiniertes europäisches System entstehen kann. Die nächste Phase steht im Zeichen der Skalierung – mit dem klaren Anspruch, vernetzte Mobilität europaweit nachhaltig zu etablieren