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Automatisierte Mobilität, was bringt sie?

© AustriaTech / Zinner

Was bringt mir automatisierte Mobilität? In zwei konkreten Anwendungsfällen stellen wir unterschiedliche Szenarien vor, wie automatisierte Mobilität unser Leben komfortabler und nachhaltiger machen kann.


Speziell in den ländlichen Regionen Österreichs kommt es vor, dass die Verbindung zwischen eigener Haustür und nächstem öffentlichen Verkehrsangebot nicht optimal ist. Für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen ist es deshalb oft schwer die nächste Bus- oder Bahnstation zu erreichen und sie verlieren dadurch ein Stück Unabhängigkeit.

 

Die Gemeinde Koppl bei Salzburg erprobt deshalb den Einsatz automatisierter Shuttles. Im Projekt „Digibus Austria“ wird unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorschriften der Betrieb von automatisierten Shuttles auf öffentlichen Straßen getestet. In einem sogenannten „Last-Mile-Szenario“ verbindet der „Digibus“ die Gemeinde Koppl mit der 1,4 km weit entfernten Landstraße B158 und der Bushaltestelle der Linie 150. Die Bushaltestelle rückt somit auf mindestens 200 Meter zur Wohnadresse der potenziellen Fahrgäste heran.

 

Nachhaltigkeit und Komfort in einem


Andere Anwendungsfälle beschäftigen sich mit der Optimierung des Verkehrsflusses und der Steigerung nachhaltigen Verkehrs. Viele AutofahrerInnen kennen dieses Phänomen: „Stau aus dem nichts.“ Ein Stau entsteht, obwohl kein sichtbares Blockadeereignis wie ein Unfall oder eine Baustelle zu erkennen sind. Zu hohe Geschwindigkeitsunterschiede im Kolonnenverkehr oder nicht eingehaltene Sicherheitsabstände sind der Grund, warum einzelne AutofahrerInnen zu abrupt abbremsen müssen. Eine Kettenreaktion stellt sich ein und wie aus dem Nichts entsteht ein Stau.

 

Autobahnpiloten – Assistenzsysteme, die Spur, Abstand und Geschwindigkeit halten – könnten für dieses Problem Abhilfe schaffen. Denn sind die Fahrzeuge zusätzlich miteinander und der Infrastruktur vernetzt, kann vorausschauendes Fahren effektiver unterstützt werden. Die Verkehrsleitzentralen können beispielsweise die Geschwindigkeitsvorgaben an die jeweiligen Situationen anpassen und vor aufkommenden Gefahrensituationen warnen. Der daraus resultierende effizientere Verkehrsfluss schont die Umwelt und das Nervenkostüm von AutofahrerInnen.

 

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Bei aller Kreativität und wirtschaftlichen Anreizen stehen für unsere ExpertInnen zwei Faktoren im Vordergrund: Erstens gilt die Sicherheit bei allen Tests und Anwendungsfällen als Grundvoraussetzung für den Betrieb. Und zweitens soll nicht um jeden Preis automatisiert werden, wenn die vordergründigen Ziele wie Nachhaltigkeit, Effizienz und Rückgewinnung von Platz in den Städten, nicht erreicht werden können.

 

„Sie haben mehr Interesse am Thema automatisierte Mobilität? Dann melden Sie sich jetzt an zum BürgerInnen Dialog zu automatisierter Mobilität am 6. April 2019 in Wien, Salzburg, Klagenfurt, Linz und Graz.“


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