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Automatisierte Mobilität demokratisch diskutieren

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Das 21. Jahrhundert steht für eine Zeit des Wiederauflebens der aktiven Beteiligung von BürgerInnen. Verstärkt durch soziale Medien finden alle Bewegungen – auch die unerwarteten – eine neue Stimme. Partizipative öffentliche Debatten tragen dazu bei, das Bedürfnis nach Mitsprache zu befriedigen. Automatisierte Mobilität als neuer Trend, visionäre Entwicklung und einschneidende Veränderung in unser aller Leben ist ein Thema, das nicht nur ExpertInnen und Politik beschäftigt.

 

Mit dem globalen BürgerInnen-Dialog zu Automatisierter Mobilität ergreifen wir die Chance, diese Debatte zu den BürgerInnen hin zu lenken. "BürgerInnen-Dialoge demokratisieren ein Stück weit das politische Lobbying, indem statt Beratungsfirmen BürgerInnen als Experten des Alltags die politischen EntscheidungsträgerInnen beraten." erklärt Dr. Tamara Ehs, ExpertIn für Demokratieprozesse und Vorsitzende der IG Demokratie. "Für erfolgreiche Bürgerdialoge müssen die Initiatoren vorab darlegen, wie Meinung und Rat der BürgerInnen schließlich Eingang in die Politik finden - und sich am Ende auch daran halten." Unterstützt durch kollektiv erarbeitete Ergebnisprotokolle sind globale Dialoge der beste Weg, um die Stimmen der vielfältigen, informierten BürgerInnen des 21. Jahrhunderts zu vereinen.

 

Von April bis Juni 2019 werden weltweit mehr als 20 Städte nach dem gleichen Prinzip ein Diskussionsevent abhalten und einen Tag lang über automatisierte Mobilität und ihre Rolle in unserem zukünftigen Mobilitätssystem diskutieren. Bisher haben sich in Österreich Stakeholder aus Politik, Industrie und Forschung abgestimmt und regelmäßig zu diesem Thema ausgetauscht. „Die BürgerInnen aktiv einzubeziehen ist der nächste logische Schritt“, betont Christian Steger-Vonmetz, Projektleiter zum BürgerInnen-Dialog in Österreich bei AustriaTech. „Wir verfolgen bei diesem Thema einen neuen Ansatz, über die Landesgrenzen und sogar Kontinente hinweg nach einem abgestimmten Verfahren Informationen und Meinungen einzuholen, um damit sowohl eine lokale als auch internationale Betrachtung zu ermöglichen.“  Am Ende der Veranstaltungsreihe werden alle Ergebnisse zusammengetragen und damit auch vergleichbar gemacht.

 

Jetzt mitreden, denn jede Meinung zählt

 

Der Austausch und der eigenen Meinung Gehör zu verschaffen sei ein wesentliches Kriterium für den positiven Ausgang solcher Formate, betont Ehs: „Der Erfolg von Bürgerdialogen liegt für die TeilnehmerInnen oft weniger im Ergebnis selbst, sondern bereits im Prozess: Ist das Verfahren transparent und ergebnisoffen gestaltet und halten sich alle an die vorab getroffenen Vereinbarungen, so zeigt unsere Forschung auch dann hohe Demokratiezufriedenheit, wenn sich die eigene Meinung - diesmal - nicht so stark durchsetzen konnte." Mit dem globalen BürgerInnen-Dialog zu automatisierter Mobilität können die Bedürfnisse und Visionen der BürgerInnen europaweit widergespiegelt werden und neue Erkenntnisse liefern. Automatisierte Mobilität wird unser Umfeld grundlegend ändern. Langfristig relevante Weichenstellungen sind sorgfältig und fundiert vorzunehmen.

 

In Österreich beteiligen sich fünf Städte und Regionen am Dialog, der am 6. April 2019 stattfinden wird: Neben Wien finden die Debatten auch in Graz, Linz, Pörtschach und Salzburg statt. Alle Interessierten können sich ab sofort unter themobilitydebate.net anmelden.

Weitere Inforamtionen unter https://www.austriatech.at/Citizensdebate

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